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Luca Novelli:
Marie Curie und das Rätsel der Atome 3.Auflage 2011 110 S. 8,99 € ISBN 978-3-401-06214-3
Ein an Abenteuern reiches Leben hat sie geführt, diese Maria Sklodowska, geboren am 7.November 1867 in Warschau. Später wird sie als eine der wenigen Frauen an der Sorbonne in Paris Physik und Mathematik studieren und 1903 ihre Doktorarbeit über das von ihr und ihrem Mann Pierre entdeckte neue Element Radium und dessen radioaktive Eigenschaften abschließen. Marie Curie, wie man sie nun seit ihrer Heirat nennt, wird noch im gleichen Jahr als erste Frau zusammen mit ihrem Mann Pierre Curie für ihre Entdeckung sogar mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Zeit ihres Lebens bleibt sie umstritten, als Wissenschaftlerin hochgeehrt, aber von konventionellen Gemütern geschmäht, weil sie die damals noch so traditionelle Rolle der aufs Haus und die Familie beschränkten Frau verlassen hat. Früh hat sie die von ihrer Entdeckung ausgehenden Gefahren erkannt und vor ihnen gewarnt. Und die gesundheitlichen Folgen ihrer Forschungen mit radioaktivem Material machen sich bei ihr immer wieder bemerkbar und führen schließlich auch zu ihrem Tod am 4.Juli 1934. Ihre Tochter Irène und deren Mann Frédéric Joliot setzen die Forschungen fort und 1935 erhalten auch sie einen Nobelpreis für ihre Arbeit. Nach dem Unglück in Fukushima und der weltweiten Debatte über Nutzen und Gefahren der Kernenergie bringt diese mit zahlreichen Comics und Fotos versehene und locker geschriebene Biografie viele Antworten auf Fragen nach den Anfängen der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Radioaktivität. Ein „Radioaktives Wörterbuch“ definiert im Anhang kurz und knapp Begriffe von A wie „Alphastrahlen“ bis W wie „Wasserstoffbombe“. Gut lesbar und für
Kinder, junge Leute, aber auch deren Eltern geeignet, denen auf allfällige
Fragen nach dem Warum und Wieso auf die Schnelle keine so ganz kompetente
Antwort mehr einfallen will.
(Gudrun Ehrhardt)
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