John Newman:                               

Anni    
 

Fischer Schatzinsel  2011

239 S.          12,95 €

ISBN 978-3-596-85436-3              


Montag - 149 Tage, seit Mami tot ist. So zählt Anni. Am Montag geht sie zu ihrer Oma, am Dienstag zu Tante A, die eigentlich Astrid heißt, und  am Mittwoch zu Tante  B – wie Betty. Tante L. – Lilly – kommt von Zeit zu Zeit zu Besuch.

Nichts ist mehr so, wie es früher war, zu Hause nicht, wo Papa auch ganz starr vor Kummer ist, wo sich Nachbarn über den Lärm der Geschwister beschweren und                der Haushalt langsam aber sicher etwas verkommt. Auch in der Schule gibt es Probleme, einige der Mitschülerinnen mobben Anni und sticheln immer wieder, sogar über den Tod von Annis Mama.

Annis Geschwistern, Sally und Conor, geht es nicht besser, sie sind ganz durcheinander, es wird viel geschrien, geschimpft und geweint.

Plötzlich ist Sally verschwunden. Gut, dass Anni  immer heimlich in Sallys Tagebuch liest , denn da findet sie eine Botschaft:  Man soll sich keine Sorgen machen, sie bleibt nur so lange fort, bis sie wieder klar denken kann. Und Anni soll endlich aufhören, in ihrem Tagebuch herum zu schnüffeln.

Als Sally wieder auftaucht, wird endlich viel über die letzte schlimme Zeit gesprochen und als im Herbst Tante A. ihren  Nick heiratet, scheint es, als könne man in Annis Haus auch wieder lachen. Und  abends vor dem Einschlafen erzählt Anni dem Foto ihrer Mutter auf dem Nachttisch, was für ein schöner Tag das war, und sie hat das Gefühl, dass sie tatsächlich bei ihr ist.

Ein sehr berührendes Buch, für die Nachdenklicheren unter den Leseratten.

                  

   

(Gudrun Ehrhardt)    

 

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