Salah Naoura:   

Matti und Sami - und die drei größten Fehler des Universums        
                                                                               

Beltz & Gelberg 2011    

143 S.                    12,95 €

ISBN  978-3-407-79438-3
 

„...Ehrlich gesagt: Ich verstehe die Erwachsenen nicht. Sie versprechen Delfine im Ententeich, gerettete Wale und Giraffen, einen Umzug in ein Haus am See oder einen großen Gewinn, wenn man irgendwo anruft. Und nichts davon stimmt! Was soll denn das alles.. . ?“

Ehrlich gesagt, ich verstehe es auch nicht! Aber darauf kommt es ja nun wahrlich nicht an, dass ich das verstehe. Wichtig ist, was Matti, der ältere Sohn der deutsch-finnischen Familie Pekkanen,  daraus für Schlüsse zieht. Er denkt sich nämlich, dass man die negativen Folgen solcher  nicht eingehaltener Versprechen  und Lügenmärchen  korrigieren können müsste.

Und er macht sich an die Arbeit. Sein Projekt: ein Haus an einem finnischen See und einen Urlaub in Finnland. Mittel und Wege dorthin: Nicht einzuhaltende Versprechen und... Sie ahnen es! Einige Zeit später zeigen sich erste Erfolge seines Tuns. Die Familie, die an Mattis Trugbild eines gewonnenen Hauses am See  fest glaubt, bereitet den Umzug nach Finnland vor. Eifrig bearbeitet der  Vater die alten Möbel mit der Axt.

In Finnland angekommen findet die Familie zwar das ihnen versprochene  Haus am See vor, es  ist aber mitnichten das Ihrige. So sitzen sie bald darauf auf einer Wiese, inmitten  ihrer Koffer und Taschen, ohne Jobs und bar jeglicher finnischer Sprachkenntnisse, bis auf den finnischen Vater der Familie, versteht sich.

Man muss  sich und anderen nun eingestehen, dass man allerlei Lügenmärchen verbreitet hat, aber selber auch auf so einige hereingefallen ist. Das fällt Matti ziemlich schwer, den Anderen aber auch.

Kann man also Dinge, die im Universum schief laufen, korrigieren? Oder wird alles nur noch schlimmer? Das fragt Matti sich und per e-mail seinen in Deutschland gebliebenen Freund Turo.

Das Ende der Geschichte ist verblüffend, aber so, wie man es gerne hat, ein Happy-End.

Witzig geschrieben, locker gesetzt, sehr lesefreundlich.

                  

   

(Gudrun Ehrhardt)    

 

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