Sylvia Heinlein:              

Mittwochtage 

oder „Nichts wie weg!“, sagt Tante Hulda

 
Gerstenberg 2011 

128 S.      12,95 €

ISBN  978-3-8369-5276-7

 
Mittwochtage sind immer gut, selbst wenn es in der Schule murksig gewesen ist, findet Sara. Denn dann fährt sie zu Tante Hulda, ihrer Lieblingstante. Tante Hulda wohnt in einer WG. Dort leben auch noch ihr Freund Horst und Willi und Kupp. Und Klaus, das ist der Chef der Betreuer.

 Saras Vater hält Tante Hulda für  „lieb und drollig ...aber leider bescheuert. Total zurückgeblieben...“ Und Saras Mutter, deren Beruf ihr wenig Zeit lässt, findet ihre große Schwester, für die sie  verantwortlich ist, äußerst anstrengend.

Als Tante Hulda mal wieder  etwas eigenwillig einen Ausflug unternimmt, erscheint die WG nicht mehr die richtige Betreuung zu bieten, also wird beschlossen, Tante Hulda in ein Haus auf dem Land zu bringen.

Da büxen Sara und Tante Hulda einfach aus. Nicht, dass das so einfach wäre. Einer klaut ihnen ihr Geld, Tante Hulda hat plötzlich einen ihrer Anfälle und das Ziel ihrer großen Reise, Tante Huldas ehemalige Betreuerin Ilse, ist einfach nicht zu finden.  Alles ein bisschen viel für Sara.

Aber dann treffen sie auf Ratte, den punkigen Maler, Kalli, der auf der Straße lebt und mal Koch war, und Bitze, die so wunderschön traurig dichten kann und nur schwarze Klamotten trägt. Tante Hulda findet das alles toll und vor allem: „Kein Stress!“.

Als Saras Mutter schließlich entnervt auftaucht, weiß Tante Hulda genau, wie es ihr geht: „...Wenn’s einem zu viel wird, dann denkt man nicht mehr klar. Dann gibt’s Unordnung im Kopf wie in einer Räuberhöhle. Da hat man keine Ahnung mehr, was richtig ist und was falsch.“ 

Eine wunderbare Tante, für Sara und wahrscheinlich wäre sie es auch für alle anderen Kinder dieser Welt.  In den wirklich wichtigen Angelegenheiten  weiß sie sehr genau Bescheid – überhaupt über alles, wie sie selber sagt.

Ein humorvolles Buch über das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderungen, locker gesetzt und mit Abbildungen. Das macht auch ungeübteren Lesern Spaß.

                  

   

(Gudrun Ehrhardt)    

 

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