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Herbert Günther: Mein Leben als Fee Gerstenberg 2011 128 S. 12,95 € ISBN 978-3-8369-5348-1 Moritz findet, Anna-Lena sei eine Fee und ganz anders als die anderen Mädchen in der Klasse. Leider muss Moritz nach Brasilien umziehen. Aber, auch das hat Moritz gesagt, er und sie sind wie Zwillinge und wenn man am Abend die Zwillingssterne Castor und Pollux am Himmel betrachtet, kann man sich dem anderen verbunden fühlen. Erst denkt Anna-Lena, jeder müsste sehen, dass sie nun eine Fee ist. Sie fühlt sich auch gleich etwas anders, aber außer ihr merkt das wohl keiner. Feentarnung, denkt sie und findet das auch ganz in Ordnung. Sie bemüht sich aber sehr, selber ein bisschen feenmäßig aufzutreten. Das Leben stellt sie da aber in der nächsten Zeit auf eine harte Probe und das mit dem Feenmäßigen will nicht immer so ganz gelingen. Ihre Eltern trennen sich, wie sie sagen, erst mal nur auf Probe. Aber was das heißt, weiß man in Anna-Lenas Klasse, aus einer Probezeit kann ernst werden. Ganz schlimm wird es, als Anna-Lena gute Gründe hat anzunehmen, dass ihr Vater, dann aber auch ihre Mutter jeweils wohl neue Partner haben. In ihr braut sich etwas zusammen, Wut auf die Eltern, Wut auf ihre Freundinnen, mit denen sie sich verkracht, und überhaupt auf die ganze Welt. Aus einer guten Fee wird im Nu eine ziemlich böse. Da ist es gut, dass sie immer wieder mit ihrem Castor reden kann, nachts auf dem Balkon. Da findet sie dann auch den Weg zurück zu den Freundinnen und zu guter Letzt erlebt die heimliche Fee noch eine große, wunderschöne Überraschung.
Wir freuen uns sehr, dass der Autor dieses Buches, Herbert Günther, auch während der nächsten Jugendbuchwoche im Juni 2012 wieder in Celle zu Gast sein wird.
(Gudrun Ehrhardt)
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